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Die Digitalisierung: Wie arbeiten wir in Zukunft?

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Die Debatte um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt ist im vollen Gange. Keine Übereinstimmung herrscht über die Frage, welche Arbeitsplätze und in welcher Anzahl wegfallen. Es mehren sich jedoch Stimmen, die betonen, dass es insgesamt gesehen in Deutschland zu einem Zuwachs an Arbeitsplätzen kommt. Einig sind sich alle Expert*innen darüber, dass es einen (enormen) Wandel geben und sich die Berufswelt sehr verändern wird. Und es wird auch keineswegs nur noch Jobs für hoch qualifizierte Fachkräfte geben.

Fragen wie "Wie arbeiten wir in Zukunft?", "Welche Qualifikationen werden künftig benötigt?", "Wie verändern sich Tätigkeiten und Berufe?" und "Was kommt auf die Berufswelt von Frauen zu?"(Stichwort Gender 4.0) werden kontrovers diskutiert. Die Diskussion wird von mehreren Bundesministerien. Sozialpartnern, parteinahen Stiftungen und Wissenschaftseinrichtungen  geführt.

Was könnte das für den Berliner Arbeitsmarkt bedeuten?

Bestimmte Berufsbereiche und bestimmte Tätigkeiten sind mehr als andere von der Digitalisierung betroffen. Studien weisen auf die größten Instabilitäten in den Bereichen Großindustrie, Finanzen und Infrastruktur hin. Es ist nicht nur die Industrie betroffen, wie so viele denken, sondern eben auch die (in Berlin breit vertretene) Dienstleistungsbranche, in der traditionell viele Frauen arbeiten. Tätigkeiten wie Sachbearbeitung und Buchhaltung können demnächst von intelligenten Systemen erledigt werden. Diese Bereiche sind außerdem weiterhin von der Verlagerung in andere Regionen bedroht. Sekretariatsarbeiten dagegen sind wegen der eher fehlenden Routine weniger bis gar nicht betroffen. Mit der Modernisierung der Ausbildungsberufe im Büro und der Bündelung auf nur einen Beruf, den der Kaufleute für Büromanagement, wurde bereits auf diese Entwicklung reagiert. Überhaupt ist Bildung, vor allem Weiterbildung und Qualifizierung, von Unternehmen, von staatlichen Stellen oder privat initiiert und finanziert, und da sind sich alle einig der Lösungsansatz. 

Positive und negative Entwicklungen der Digitalisierung

Positiv gesehen bringt die Digitalisierung von Wissensarbeit und Produktion qualifiziertere Arbeit, weniger Belastungen, mehr Selbstbestimmung, mehr Zeit-Flexibilität mit sich und Chancen für gut ausgebildete Frauen!  

Negative Entwicklungen wie die Auswüchse der Plattform-Ökonomie, die ungesicherte Scheinselbständigkeit als Dienstleister für Anbieter-Portale, die weitere Entstehung eines digitalen Prekariats, die Zunahme von Belastungen durch die Arbeitsverdichtung sowie die Entgrenzung von Arbeitszeit erfordern politisches Handeln und rechtliche Rahmenbedingungen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales führt einen (Beteiligungs-)Dialog zu diesem Thema online und offline unter arbeitenviernull.de. Vor allem die Werkhefte geben einen fundierten Überblick in die Diskussion. Wir haben für Sie außerdem eine Linkliste mit ausgewählter Literatur zum Thema zusammengestellt (PDF-Download).

Und wie geht es für Sie persönlich weiter?

Sind Sie unsicher über Ihre beruflichen Perspektiven? Dann machen Sie einen Termin mit einer unserer Beraterinnen und sprechen Sie über Weiterbildungsoptionen und Ihre weitere berufliche Entwicklung. Sie können telefonisch in der Zeit von 10 bis 14 Uhr telefonisch einen Termin vereinbaren.