Die­se Mes­sen­ger-Dienste kön­nen Da­ten­schutz

Frau mit Smartphone

Foto von rawpixel, unsplash

Der Messenger WhatsApp ist hierzulande weit verbreitet - auch wenn viele wissen, dass die Anwendung nicht mit den neuen Datenschutzregelungen konform ist.

Das größte Problem ist der Zugriff auf alle Kontakte, die im mobilen Endgerät gespeichert sind, egal ob diese selbst den Dienst nutzen oder nicht. In Unternehmen ist die Verwendung daher äußerst fragwürdig, es drohen hohe Bußgelder. Höchste Zeit auf Alternativen umzusteigen!

Faktor A stellt in einem Beitrag datenschutzkonforme Dienste für Unternehmen vor:

  • Threema
    Der Dienst aus der Schweiz verschlüsselt nicht nur die gesamte Kommunikation; er koppelt die Benutzer*in auch nicht an eine Handynummer, sondern weist ihr eine Threema-ID zu.
    Der Messenger bietet auch einen Adressbuch-Abgleich an, der datenschutzrechtlich legal ist: Threema lädt nämlich keine Telefonnummern auf seine Server, sondern erstellt mit Hilfe eines Algorithmus aus der Nummer eine Zufallszahl, mit der sich zwar abgleichen lässt, ob ein Kontakt den Dienst ebenfalls nutzt, jedoch ohne dabei die Telefonnummer preiszugeben.
    Die App ist kostenpflichtig: 2,99 € (Android), 3,49 € (iOS)
  • Teamwire
    Das Programm kommt aus Deutschland. Es wird von vielen Verwaltungen und Finanzunternehmen zur internen Kommunikation genutzt. Es gibt Versionen für iOS, Android und Windows und auch eine als Desktop-App. Das Programm verschlüsselt alle Nachrichten und anonymisiert die Nutzerdaten. Teamwire kostet zwischen 1,50 Euro pro Endgerät und 4 Euro pro Nutzer im Monat – je nach Tarifmodell.
  • Wire
    Die Software stammt aus der Schweiz, die Server in der Schweiz, in Deutschland und Irland. Nachrichten, Dateien, Videos und Bilder kann man vom Smartphone oder PC aus versenden, außerdem ist eine Telefonfunktion (Voice over IP) integriert. Dabei verschlüsselt das Programm die gesamte Kommunikation, wobei sich die Schlüssel auf den jeweiligen Endgeräten befinden.
    Wire ist kostenlos für Android, iOS und Windows, eine Team-Version kostet ab 5 Euro pro Monat und Nutzer*in.
  • Hoccer
    Der Anbieter gilt als vorbildlich. Die Daten werden verschlüsselt über deutsche Server verteilt und anschließend umgehend vernichtet. Der Dienst ist gratis und für Android und iOS verfügbar.
  • Signal
    Die App wird von einer us-amerikanischen gemeinnützige Stiftung mit Servern in mehreren Ländern betrieben. Die Anmeldung läuft über die Handynummer, auch das Adressbuch lässt sich abgleichen; dabei werden die Kontakte anonymisiert und anschließend von den Servern gelöscht. Die Verschlüsselung gilt als extrem sicher.
    Signal ist kostenlos für iOS und Android sowie für den Windows-Desktop.
  • Beekeeper
    Die Messenger App wurde von einem Züricher Start-up speziell für die interne Firmenkommunikation entwickelt. Ziel war auch Mitarbeiter*innen ohne festen Arbeitsplatz und E-Mail-Adresse in die interne Kommunikation einzubinden. Dabei kann auch der TV-Bildschirm für Video-Konferenzen genutzt werden, außerdem bietet das Programm ein Tool für Mitarbeiter*innen-Befragungen. Allerdings kostet der Dienst mindestens 90 € monatlich für 20 Nutzer*innen.
  • SIMSme
    SIMSme ist von der Deutschen Post AG. Die Kommunikation ist verschlüsselt, die Server stehen in Deutschland, außerdem gibt es eine Selbstzerstörungsfunktion für Bilder und Nachrichten. Die Business-Version läuft auch auf Desktop-Geräten.
    SIMSme gibt es für iOS und Android gratis, die Business-Version kostet 3 Euro pro Monat je Nutzer*in.
  • Siilo
    Der niederländische Dienst richtet sich speziell an Mediziner*innen. Nur sie können den Dienst nutzen und werden nach der Registrierung verifiziert. Der Messenger-Dienst verschlüsselt sämtliche Daten und löscht sie nach 30 Tagen automatisch. So soll ein sicherer Austausch von Patientendaten möglich sein. Das Programm ist kostenlos für Einzelnutzer*innen, die Klinikversion ist kostenpflichtig.

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