Digitale Kompetenzen für Lehrende - Tools zur Selbsteinschätzung

Lehrerin vor Whiteboard

Foto: rawpixel - Pixabay

Der digitale europäische Kompetenzrahmen (DigCompEdu) definiert sechs Kompetenzbereiche für Lehrkräfte und soll Lehrenden dazu dienen, ihren Kompetenzstand im digitalen Bereich zu erfassen und so ihren persönlichen Weiterbildungsbedarf ermitteln zu können. Für die Selbsteinschätzung von Lehrenden ist ein Tool entwickelt worden: DigCompEduCheckInTool. Die einzelnen Kompetenzniveaus sind dem Sprachen-Referenzrahmen vergleichbar: von Newcomer (A1) bis zum Profi (C1) oder sogar zur Pionier*in (C2).

Die sechs Bereiche der digitalen Kompetenz für Lehrende

Die sechs Kompetenzbereiche sind der beruflichen Kompetenz der Lehrenden (Bereich 1), der pädagogischen Kompetenz der Lehrenden (Bereich 2 - 4) und den Kompetenzen der Lernenden (Bereich 6) zugeordnet.

Bereich 1:

Das berufliche Engagement sieht vor, dass über digitale Medien zu beruflichen Zwecken kommuniziert und zusammengearbeitet wird, die eigene digitale pädagogische Praxis reflektiert wird und dass man sich mit Hilfe von digitalen Angeboten weiterbildet.

Die pädagogische Kompetenz der Lehrenden wird in vier große Teilbereiche aufgeteilt:

  • Bereich 2: Digitale Ressourcen (auswählen, erstellen, modifizieren, verwalten, schützen und verbreiten)
  • Bereich 3: Lehren und Lernen (Unterricht, Anleitung, Gruppenarbeit, selbstgesteuertes Lernen mit digitalen Technologien)
  • Bereich 4: Evaluation, Lernkontrolle (Strategien, Analyse, Feedback und Planung)
  • Bereich 5: Lernerorientierung (Zugang und Inklusion, Differenzierung und Personalisierung, aktive Beteiligung der Lernenden)


Bereich 6:

Schließlich geht es noch um die Förderung der digitalen Kompetenz der Lernenden, entsprechend den fünf großen Kompetenzbereichen, die der allgemeine digitale Referenzrahmen DigComp definiert:

  • Informations- und Medienkompetenz
  • Digitale Kommunikation und Zusammenarbeit
  • Erstellung digitale Inhalte
  • verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien
  • digitales Problemlösen.


Gute Alternative: das Österreichische Kompetenzmodell für Pädagog*innen: digi.komP

Bei BER-IT favorisieren wir für die Kompetenzerfassung das österreichische Kompetenzmodell für Pädagog*innen digi.komP. Auch dieses arbeitet mit einem Tool zur Selbsteinschätzung, dem digi.checkP. Allerdings ist dieses in einem zweiten Schritt ergänzt um einen Multiple Choice Test, so dass die Selbsteinschätzung besser und auch mit mehr Spaß überprüft werden kann.

In unserem neuen Workshopformat "Digitalisierung und neue Kompetenzen für Dozentinnen" am 10.09.2019, von 11:00 bis 15:30 Uhr werden wir Gelegenheit haben, uns die Selbsteinschätzungs-Tools einmal in der Praxis anzuschauen:

Wie verändert Digitalisierung die Anforderungen an Dozent*innen in der beruflichen Weiterbildung?

War früher die Dozentin wesentlich als Expertin gefragt, die den Teilnehmenden Wissen zu einem bestimmten Thema vermittelte, so ist Wissen durch die Digitalisierung heute weniger exklusiv. Über das Internet können wir uns heute Theorien, Anleitungen, Rezensionen und Fachwesen jeder Art selbstständig aneignen. Die Rolle der Dozentin wird so mehr und mehr diejenige einer Lernbegleiterin oder eines Coaches.

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